Agenda

WählerInnengruppe
GfG - Gemeinsam für Gemeinwohl

AGENDA Stand: 01.08.2019

Wir als freie und unabhängige Bürgerinnen und Bürger wollen weiterhin auch als WählerInnengruppe gemeinsam und nachhaltig für das Gemeinwohl in der Stadt Pfaffenhofen an der Ilm und ihren Ortsteilen eintreten und wirken. Bei uns hat ein Handeln aus persönlichem oder parteipolitischem Machtinteresse keinen Platz. Wir denken vielmehr global und handeln regional! Unter Gemeinwohl verstehen wir das, was für alle Geschöpfe und für die Biosphäre gut ist. Gemeinwohl (lateinisch: bonum commune = das gemeinsam Gute) hat das Ziel, nachhaltige Lebensqualität FÜR ALLE zu erreichen und zu erhalten. Die hierzu erforderlichen Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse sollen in einem Grundkonsens münden und durch direkte Beteiligung aller erreicht werden. Alles soll in einem Geist und Klima der Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit geschehen.

Unsere Gemeinwohl-Wirkungs- und Gestaltungsfelder, für die wir gemeinsam eintreten, ergeben sich aus der verbindlichen und konkreten Ausgestaltung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie für die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung/ AGENDA 2030, die am 27. Juli 2017 zusammen mit der Pfaffenhofener Nachhaltigkeitserklärung einstimmig im Stadtrat beschlossen wurde. Damit einhergehend treten wir für die Einführung eines indikatorengestützten Monitorings (wie vom Präsidium des Deutschen Städtetages mit Beschluss vom 16./17. April 2018 empfohlen) ein, um die Umsetzungen zu messen, zu überprüfen und zeitnah reagieren zu können.

Aus den 17 Zielen der AGENDA 2030 haben auch wir uns sechs Umsetzungsschwerpunkte gesetzt in denen wir mitgestalten wollen:

- Ziel 11 – Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten 


- Ziel 12 – Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen 

- Ziel 13 – Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen 

- Ziel 8 – Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

- Ziel 15 – Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden     und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen 


- Ziel 4 – Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern 


Insbesondere ergeben sich für uns im Umsetzungsprozess der AGENDA 2030 im einzelnen folgende Projekte:
  1. Weiterentwicklung und feste Verankerung der BürgerInnenbeteiligung bei Entscheidungsprozessen auf dem Hintergrund verbindlicher Regeln und Standards.

  2. Frieden, Freundschaft und Völkerverständigung. Krieg darf kein Mittel der Politik sein. Stattdessen soll friedenspolitisches Engagement unterstützt und internationale Städtepartnerschaften realisiert werden, wie z. B. mit der serbischen Stadt Valjevo.

  3. Der InterKulturGarten Pfaffenhofen an der Ilm soll als interkulturelle Begegnungs- und Selbstversorgungsstätte offen für Menschen jeglicher Herkunft bleiben und als Lebensraum für Flora und Fauna weiterentwickelt werden.

  4. Pfaffenhofen ist und bleibt bunt! Hier ist kein Ort für braune Parolen! Wir sind weiter Teil dieser Buntheit und treten weiter gemeinsam mit anderen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt in allen Bereichen ein.

  5. Flüchtlinge sind unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger! Wir treten für schutzsuchende Menschen ein und unterstützen sie dabei, eine humane Perspektive in ihrem „neuen“ Leben zu finden.

  6. In unserer Stadt leben viele Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. Wir fordern die Einführung eines direkt gewählten Migrationsrates mit Mitspracherechten bei allen Angelegenheiten, die Migranten in unserer Stadt betreffen, um Gleichwertigkeit zu schaffen, insbesondere in der Kultur-, Sozial- und Schulpolitik. Eine gezielte Ausbildung und Einstellung von Migranten in städtischer Verwaltung und Einrichtungen soll hier unterstützen.

  7. Die Inklusion von Menschen mit Behinderung ist nicht verwirklicht. Wir unterstützen inklusive Inklusionsbeiräte und –Arbeitskreise als Voraussetzung um hier überhaupt nachhaltige Wirkung gewährleisten zu können.

  8. Wir unterstützen Zeittauschbörsen, insbesondere in den Notstandsbereichen Betreuung und Pflege.

  9. Pfaffenhofen soll weiter summen! Lebensräume von u.a. Bienen, Schmetterlingen und Vögeln sind weiterhin massiv bedroht. Die aus der Aktion „Blumen in der Stadt“ entstandene städtische Begrünungsoffensive „Pfaffenhofen soll blühen“ im Sinne der AGENDA 2030 “Umgehende und bedeutende Maßnahmen ergreifen, um die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume zu verringern, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen und bis 2020 die bedrohten Arten zu schützen und ihr Aussterben zu verhindern.“ Die Begrünungsoffensive der Stadt soll daher mit der Aktion „Bäume in die Stadt“ ausgeweitet werden. Denn: Jede Pflanzmaßnahme, die dem Artenschutz dient, ist gleichzeitig auch eine Maßnahme für den Klimaschutz.

    10. Kein Pestizideinsatz, kein Fracking und Verbot genetisch veränderter Organismen auf städtischem Grund und Boden.

  1. Wir unterstützen Maßnahmen gegen den Klimawandel. Und damit einhergehend: Einsatz und Unterstützung für eine lokale und unabhängige Energiewende. Friday-For-Future wird erweitert auf Every-Day-For-Future.

  2. Wir setzen uns für eine Mobilitätswende mit ökologischen Zielvorstellungen ein, die auf verschiedene und gleichberechtigte Formen des Individualverkehrs und des öffentlichen Personennahverkehrs abzielt und diese nachhaltig vernetzt. Die kollektive Nutzung von Verkehrsmitteln hat für uns allerdings oberste Priorität.

  3. Nein zur 3. Flughafen-Startbahn München: Wir sind nicht gegen den Flughafen, sondern gegen die Erweiterung. Wir wollen weiteren Lärm und weitere Umweltverschmutzung verhindern! Uns ist klar: Es gibt Grenzen des Wachstums!

  4. Die soziale Wohnversorgung soll durch Wohnbauförderung und durch den Bau von kommunalen Sozialwohnungen bedarfsorientiert realisiert werden. Auf Knappheit im sozialem Wohnraumbereich ist umgehend mit Sofortmaßnahmen, z. B. zügige Modulbauweise, zu reagieren.

  5. Wir sind gegen Flächenfraß. Flächenversiegelungen sollen deshalb eindämmt und nach Möglichkeit sogar rückgängig gemacht werden.

  6. Gemeinwohl-Ökonomie als Maßstab und Ziel auch für die Stadt und ihre Einrichtungen unter Einbeziehung des Gemeinwohlbausteins REGIOnalgeld HALLERTAUER (bar und digital). Parallel zur Klima- und Artenschutzwende unterstützen wir eine soziale und ökologische Wirtschafts- und Geldwende.

  7. Keine Privatisierung von städtischen Eigentum und Betrieben!

  8. Sicherung und Weiterentwicklung der bestehenden Kultur-, Heimat- und Brauchtumsförderung und –pflege. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die Kulturangebote der Stadt weiterhin breit gefächert angeboten und gefördert werden und somit ein kultureller und zwischenmenschlicher Austausch sichergestellt wird.

  9. Sicherung und Weiterentwicklung der bestehenden Sportförderung.

  10. Förderung und Unterstützung der Jugendarbeit und Jugendprojekten. Kooperation mit dem Jugendparlament.

P.S.: Die Reihenfolge der Auflistung stellt keine Rangfolge dar. Im Prinzip ist alles gleich wichtig und soll nach Möglichkeit parallel bearbeitet und realisiert werden oder realisiert bleiben.

 

Ansprechpartner: Manfred“Mensch“Mayer 08441-72023 (AB)

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